Wie ich meine hormonelle Akne in den Griff bekam

Wie ich meine hormonelle Akne in den Griff bekam

Alles fing an, als ich mich vor knapp einem Jahr dazu entschied, die Pille abzusetzen. Der Grund war nicht etwa das Aus meiner Beziehung – nein, ich war es satt eine „Lifestyle-Droge” zu nehmen und das ständige Gefühlskarussell meines Körper noch einen Tag länger zu ertragen. Das Absetzen der Pille war die beste Entscheidung meines Lebens, auch wenn ich mit den Konsequenzen bis heute zu kämpfen habe…

Bis dato hatte ich immer eine makellose Haut. Keine Pickel, lediglich ein paar Mitesser um die Nase und am Kinn. Meine Haut verlangte nach keiner besonderen Pflege, das Waschgel von DM hat’s getan. Kurz nach dem Pillen-Stopp fing es dann an… erst auf der Stirn, an der Schläfe und im Wangenbereich. Vergrößerte Poren, fettige Haut und entzündete Pickel, urgh. Ich fühlte mich wie ein spätpubertäres Mädchen, nur ohne den ganzen Gefühlszirkus, denn das hatte ich jetzt wenigstens im Griff. Schock-Diagnose dann: hormonelle Akne.

Ich ertappte mich immer öfter dabei, wie ich abends an meinem Gesicht rumknibbelte und mein Hautbild so nur selbst verschlimmerte. Auch Waschgel und Creme habe ich in den ersten Monaten nicht an meine neuen Hautbedürfnisse angepasst und so nur selbst zur vermehrten Talproduktion beigetragen, na toll. Wer hätte auch gedacht, dass die eigene Haut mit Anfang 20 noch mal anfängt zu rebellieren. Um ehrlich zu sein, war die ganze Situation mit der hormonellen Akne ziemlich belastend für mich. Vom Freund kam nur „ach, das seh’ ich gar nicht!” Ja, schön für Dich – ich aber. Als ich mich dann irgendwann endlich dazu entschieden habe das Problem in Angriff zu nehmen, wusste ich erst gar nicht so recht, wo ich nun anfangen sollte. Falls ihr euch in einer ähnlichen Situation befindet, habe ich heute ein paar Tipps für euch wie ihr hormonelle Akne in den Griff bekommen könnt.


Fünf Tipps, die bei hormoneller Akne helfen

1. Pickel werden durch Bakterien verursacht
Wir berühren den ganzen Tag fiese Gegenstände… Tastaturen, Handys und Türklinken sind wahre Bazillenschleudern, die mit unmengen Bakterien besetzt sind. Wer also im Gesicht knibbelt, drückt diese ganzen ekligen Bakterien in die Haut und sorgt so für noch mehr Pickel und Entzündungen. Erste und wichtigste Regel also: Hände aus dem Gesicht!

Auch das regelmäßige Wechseln von Handtüchern und Bettbezügen ist super wichtig, wenn ihr Bakterien den Kampf ansagen wollt. Im Bett tummeln sich leider viele Bakterien, darum wechsel ich wöchentlich meinen Bettbezug und nutze nur selten ein Handtuch für’s Gesicht. Ich hab mir angewöhnt, mein Gesicht nach der Reinigung einfach an der Luft trocknen zu lassen – klappt ganz wunderbar und verhindert einen zusätzlichen Kontakt mit Bakterien oder Make-up Resten im Handtuch.

2. Regelmäßig Peelings verwenden!
Sonntag ist bei mir Peeling Tag. Sanfte Peelings lösen abgestorbene Hautschuppen und unterstützen die Regeneration der Haut. Hier ist allerdings wichtig, dass ihr eure Haut nicht zu oft peelt, sonst schadet ihr eurer Haut unter Umständen, denn Peelings greifen die Hautoberfläche an. Natürlich gibt es verschiedene Peelings – ich hab mir eins von meinem Hautarzt verschreiben lassen, dass genau auf meine Hautbedürfnisse abgestimmt ist, kleine Körnchen hat und die Haut mit Vitamin C versorgt.

3. Die richtige Ernährung
Ausreichend Wasser, Vitamine und Nährstoffe machen sich sofort auf der Haut sichtbar. Ich versuche bereits am Vormittag viel zu trinken, das kurbelt nicht nur den Stoffwechsel an, sondern lässt auch die Haut gesünder aussehen. Milchprodukte habe ich nun endgültig von meinem Speiseplan gestrichen und mit Mandelmilch, Kokosmilch und Sojamilch ersetzt (schmeckt sowieso viel besser!) – denn auch Milch und Unverträglichkeiten können sich auf der Haut sichtbar machen. Wer sich unsicher ist, ob die Pickel eventuell von der Ernährung kommen, kann beim Hautarzt einfach einen Allergie-Test machen.

4. Pflegeprodukte und Make-up
Die richtige Pflege ist mit der wichtigste Faktor. Ich verwende zum Abschminken kein Waschgel mehr, sondern den Gesichtsreinigungs-Handschuh von Glov. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Der Glov wird einfach in warmes Wasser getaucht und anschließend lässt sich sowohl die Mascara als auch der Lippenstift und die Foundation mühelos abschminken. Anschließend wird der Glov mit Seife gereinigt, getrocknet und kann so zwei Monate verwendet werden. Bei Concealer und Make-up solltet ihr unbedingt darauf achten, dass die Produkte nicht zusätzlich die Pickelbildung unterstützen. Achtet einfach darauf, dass die Produkte „nicht komedogen” sind, also keine Pickel begünstigen. Und immer dran denken: Eure Haut ist kein Versuchslabor! Probiert also, eine Beauty-Routine zu schaffen und gebt eurer Haut genug Zeit, sich an die Produkte zu gewöhnen.

5. No-Go-Zone: Stress
Wenig Schlaf und Stress bilden den perfekten Nährboden für eine Pickel-Party in eurem Gesicht. Gönnt euch und eurer Haut also genug Schlaf (ich schwöre ja auf meine 7-8 Stunden) und lasst euch vom Stress in der Arbeit/Uni nicht aus der Ruhe bringen. Ja ich weiß, das hört sich jetzt leichter an als getan, aber versucht einfach den passenden Ausgleich für euch zu finden. Sei es eine Stunde Yoga am Abend oder das zweistündige Telefongespräch mit der besten Freundin – hört auf euren Körper und tut euch etwas Gutes.


Schlusswort
Meine Haut ist zwar nicht so glatt und ebenmäßig, wie während der Pillen-Einnahme aber ich kann mich jetzt mit ruhigem Gewissen auf den Sommer, und die No-Make-up Zeit freuen. Nach der Diagnose „hormonelle Akne” habe ich kurz mit dem Gedanken gespielt, die Pille wieder zu nehmen. Nach längerem Überlegen hat die Kontraseite dann aber eindeutig gewonnen. Die Pille ist für mich nie wieder eine Option – warum? Das erzähle ich euch in den kommenden Wochen.

About Leonie

Leonie Klara gründete den deutschsprachigen Blog All is Pretty 2014. Dieser befasst sich seither mit verschiedenen Themenfeldern rund um Reisen, Mode und Lifestyle.

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