Gedanken: Von Mut, 2016 und Veränderung

Gedanken: Von Mut, 2016 und Veränderung Eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, eine kleine Zusammenfassung des letzten Jahres zu schreiben. Den Lesern zu danken, von zukünftigen Projekten zu erzählen und überhaupt einfach mal inne zu halten. Einatmen, ausatmen. 2016 war so intensiv, dass es schwerfällt, die letzten 365 Tage in Worte zu fassen. Eine ständige Berg- und Talfahrt. In einem rasenden Tempo wurden politische Entscheidungen getroffen, Fehler begangen, Pläne verworfen und Bomben gezündet. Ich hatte Minuten, ja Tage, völliger Ohnmacht. Viele schöne Momente wurden von Anschlägen und humanitären Katastrophen überschattet und verloren ihren Glanz. Ein Wechselbad der Gefühle, das nur den Egoist mit Scheuklappen kaltlassen konnte.

Von Mut, 2016 und Veränderung

Sich vor 2017 zu fürchten, ist aber der falsche Weg. Wir müssen uns gemeinsam den Herausforderungen des kommenden Jahres stellen. Jetzt mehr denn je. Die Gesellschaft darf nicht weiter auseinanderdriften. Eine rechtspopulistische Partei, Bewegungen wie Pegida und Fake News versuchten einen Keil zwischen uns zu treiben. Zwischen dir und mir. 2017 ist die Bundestagswahl und es ist unsere Pflicht Ausländerhass, Hetze und Falschnachrichten keine Chance zu geben. Auch wenn wir uns oft ohnmächtig und hilflos fühlen, darf kein Stimmrecht ungenutzt bleiben.

Ich glaube, dass 2017 neben großer Herausforderungen auch viele Chancen birgt. Chancen, wieder näher zusammenzurücken, aufzuklären und einen großen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Ich bein kein Politik-Profi, habe stellenweise den Überblick verloren, aber weiß zwischen all dem Chaos, dass es so nicht weiter gehen kann. Wir befinden uns in einer Blase, in luftleerem Raum großer Unsicherheit. In wenigen Wochen tritt in Amerika ein unberechenbarer Mann den Posten des Präsidenten an. England entschied sich gegen die EU und in Frankreich steht die politische Ampel auf rechts. Wenn wir als Land, als Europa, als “Citizen of the world” so weiter machen, bewegen wir uns stetig Richtung Abgrund. Dann werden Fehler gemacht, die irreparabel sind. Die unheilbare Wunden hinterlassen, ein Pochen unter der Haut und Schmerz.

Ich weiß: Kopf hängen lassen is’ nicht. Persönlich gesehen war das Jahr 2016 für mich auch wahnsinnig aufregend, geprägt von positiven Veränderungen und Umschwung. Aber manchmal muss man einfach innehalten und das große Ganze sehen. Da zählt nicht die Summe meiner positiven Erlebnisse, sondern was um mich herum geschieht. Mit uns passiert. Ich wünsche mir für 2017 eine große Portion Mut, soziales Engagement (da möchte ich nämlich noch kräftig dran arbeiten) und mehr machen statt sagen. Was sind denn eure Wünsche für 2017 oder, noch viel interessanter, wie habt ihr 2016 wahrgenommen?

leonie

About Leonie

Leonie Klara gründete den deutschsprachigen Blog All is Pretty 2014. Dieser befasst sich seither mit verschiedenen Themenfeldern rund um Reisen, Mode und Lifestyle.

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