Travel: Mit dem Zug durch Italien

Travel: Mit dem Zug durch Italien

Mit dem Zug durch Italien? Yes please! Wir sind von Mailand über Venedig nach Florenz gefahren, um uns die schönsten Metropolen Norditaliens anzuschauen. Wie InterRail funktioniert, welche Sehenswürdigkeiten ihr nicht verpassen solltet und wo’s die beste Pizza (Yum!) gibt, erfahrt ihr hier…

Ganz spontan und ohne große Überlegungen anzustellen, buchten wir im Mai eine 6-tägige Reise nach bella Italia. Ich war in den vergangenen Jahren schon 2-3 mal dort und wusste, dass Pizza, Pasta und eine große Portion Eis einfach nie (!) enttäuschen. Die Flüge buchten wir über Eurowings, da diese wirklich tolle Angebote von Hamburg nach Mailand haben. Der Flughafen liegt zwar etwas außerhalb aber das stellt dank des Malpensa Express auch bei später oder früher Landung keine Probleme dar.

6 Tage Mailand waren uns allerdings von vornherein zu langweilig. Wir sind einfach nicht die “am-Strand-Lieger” (na gut, das geht da ohnehin nicht) und so entschieden wir uns für einen kleinen Italien-Rundtrip. Der Country Pass von InterRail ermöglichte es uns, 3 Tage in Italien zu pendeln und so von Mailand über Venedig nach Florenz und schließlich wieder nach Mailand zu fahren.

Wie funktioniert InterRail?

Ihr könnt euch verschiedene Pässe (Global oder Country Pass) kaufen, um entweder einzelne Länder oder ganz Europa zu erkunden. Innerhalb eines bestimmten Zeitraums könnt ihr dann unterschiedlich viele Tage die Züge nutzen, um von A nach B zu kommen. Die Preise sind, vor allem wenn man unter 28 ist, wirklich mehr als fair! Wir haben für die drei Fahrten insgesamt 90 € plus 2 x 10 € Reservierungsgebühr bezahlt. Diese solltet ihr unbedingt im Hinterkopf behalten, da man vor allem für Schnellzüge in Italien, Spanien und Frankreich zusätzlich Reservierungsgebühr einplanen sollte. Neben den “normalen” Zügen stehen euch auch Schlafzüge und Fähren zur Verfügung. Auch hier gilt, dass Extra-Kosten auf euch zukommen. Aber in den meisten Fällen ist der ermäßige Transport dank InterRail-Ticket immer noch um einiges günstiger als ein Flug.

Wichtig: Die Reservierung unbedingt rechtzeitig vornehmen, denn ist ein Schnellzug ausgebucht, können euch keine Sitzplätze garantiert werden. Auf dem Weg von Venedig nach Florenz kamen wir ganz schön ins Schwitzen, da wir nichts von der Reservierungspflicht wussten und somit fast den letzten Zug verpasst hätten. Der Freundliche Mitarbeiter hat uns dann aber ausgeholfen und wir sind letztlich sogar in der ersten Klasse gefahren – Katching! Aber auf das Glück sollte man sich nun wirklich nicht verlassen.

Travel: Mit dem Zug durch Italien
Von Mailand über Venedig nach Florenz: Mit dem Zug durch Italien

Die drei Städte bieten den perfekten Mix aus Metropole, la dolce Vita, Architektur und Ort für Entspannung. Wir sind am Dienstagabend nach Feierabend geflogen und kamen dementsprechend spät in Mailand an. Die erste Nacht verbrachten wir in einem tollen Designhotel etwas außerhalb, das uns vor allem mit einem mega Frühstücksbuffet am nächsten Morgen überzeugt hat. Frisch gestärkt ging es dann am Mittwoch zu Fuß in die Stadt. Da ich schon zwei Mal in Mailand war, erkannte ich die ein oder andere Ecke sofort und konnte meine Freude nur schwer zurückhalten, als wir plötzlich vor Eataly standen. Jahaa, ihr habt richtig gehört: ein Mix aus Eat und Italy – kann es noch besser werden? Es handelt sich um einen riesigen, vierstöckigen Supermarkt der neben italienischen Spezialitäten auch frisches Essen in kleinen Bistros anbietet und eine große Weinauswahl hat. 

Meine 5 must-do’s in Mailand:

  • 10 Como Corso: unnormal teurer Konzept Store mit Buchladen, botanischem Cafe, einer gratis Ausstellung und mega Dachterrasse.
  • Pizza im La Tradizionale (Navigli Grande). Dort hatten wir die beste Pizza und konnten abends entspannt Menschen gucken
  • Simplonpark: Unbedingt genug Zeit für ein entspanntes Picknick einplanen
  • Quadrilatero della Moda: Selbst wenn man mit Fashion nichts zu tun hat, staunt man hier über jedes einzelne Schaufenster
  • California Bakery: Hier gibt’s den besten Kuchen und tollen preiswerten Kaffee

Am Mittwochabend ging’s dann mit dem Zug von Mailand nach Venedig. Die Strecke war wirklich toll und führte vorbei am Gardasee und Verona. Das Hotel in Venedig war nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt und lag direkt am Canale Grande. An Romantik nicht zu übertreffen, wirklich! Die Tapete, das Interieur, ja sogar das Personal waren der Inbegriff vom barocken Stil – zwar irgendwie altbacken aber so soo passend für Venedig. Das Frühstück war lecker, nahm aber streckenweise barbarische Züge an, da man Croissant und Co. mit Händen und Füßen vor den Tauben schützen musste. True story.

Für Venedig hatten wir uns keinen genauen Plan gemacht. Ich hab morgens lediglich etwas gegoogelt und die wichtigsten Punkte dann auf Google Maps markiert – aber unbedingt sehen, musste ich diese auch nicht. Wir ließen uns treiben, entdeckten erst die weniger touristischen Ecken rund um unser Hotel und kämpften uns dann weiter vor Richtung Markusplatz. Die Ecken dort sind um die Mittagszeit wirklich brechen voll – ich kann euch nur empfehlen, dort ganz früh morgens hinzugehen. Die Architektur ist wirklich toll aber die Touristenmassen machen echt keinen Spaß.

Meine 5 must-do’s in Venedig:

  • Gondelüberfahrt: Bucht nicht die viel zu teure Kanal-Tour, sondern macht einfach eine Flussüberfahrt für entspannte 2 €.
  • Fondaco dei Tedeschi: Vom Luxuskaufhaus habt ihr den schönsten Blick über die Stadt
  • Markusplatz: Am besten direkt zwischen und 7 und 8 Uhr morgens dort sein, so entgeht ihr den Touristenmassen
  • Augen offen halten: Es gibt in Venedig viele kostenfreie Ausstellungen
  • Und am wichtigsten: treiben lassen, denn Venedig ist eine richtige Entdecker-Stadt

Postkarten aus Venedig:
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Nach einem intensiven Venedig-Tag ging’s dann abends weiter nach Florenz. Auch hier war das Hotel ein echter Glücksgriff, denn es lag nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Schon während der Zugfahrt kam toskanisches Flair auf: Die Weinberge, hügeligen Landschaften und kleine Gutshöfe… ach, Italien ist so schön. Unseren Tag in Florenz starteten wir am Fotoautomat nahe der Kathedrale. Dort kann man die tollen Fotostreifen machen – mit Sicherheit ein schöneres Andenken, als so mancher Touri-Quatsch. Danach schlenderten wir gemütlich über die Ponte Vecchio, verirrten uns in den Gassen eines Wohnviertels und erklimmten schließlich bei 40 Grad Forte di Belvedere. Von hier hat man den schönsten Blick über Florenz und einen großen Teil der Toskana.

Meine 5 must-do’s in Florenz:

  • Fotoautomat nahe der Kathedrale
  • Forte di Belvedere: Im Park spazieren und Ausblick genießen
  • Neri: Leckere Pizza und toller Hauswein
  • Nicchio: Ein tolles Viertel, abseits der Touristen
  • Gucci Museum

Postkarten aus Florenz:
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Nach einem intensiven Tag in Florenz ging es abends zurück nach Mailand wo wir die letzten drei Tage unseres Urlaubs verbrachten. Am Anfang hatte ich ein bisschen bammel, dass das viele Zugfahren eher stressig ist und ich am Ende nicht wirklich entspannt aus dem Urlaub zurück komme. Aaaaaber: Die Befürchtung wurde absolut nicht bestätigt. Der Urlaub war perfekt, wir haben viel gesehen, 1000 Eindrücke gesammelt und hätten mit etwas mehr Zeit bestimmt noch 2-3 weitere Städte angeschaut. Wenn ihr die Chance habt, fahrt unbedingt mal mit dem Zug durch Italien.

Postkarten aus Mailand:
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About Leonie Klara

Leonie Klara gründete den deutschsprachigen Blog 2014. All is Pretty befasst sich seither mit Themen rund um Fair Fashion, Nachhaltigkeit, Rezepte, Reisen und Interieur. Hier steht nicht der Konsum, sondern die Inspiration im Vordergrund.

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