Island II: Sieben kostenlose Sehenswürdigkeiten

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Island wird auch liebevoll „the land of ice and fire” genannt. Klar, wenn man bedenkt, dass sich auf der Insel unzählige Vulkane und kilometerlange Gletschergebiete gegenüber stehen. Island könnte kaum vielseitiger sein – stellenweise ähnelte die Landschaft der Mondoberfläche (als ob ich schon dagewesen bin, haha), ist von tiefen Rissen und Spalten durchzogen oder versetzte mich mit schwarzen Stränden und Klippen in akute Atemnot. Wir flippten regelmäßig im Auto aus, griffen viel zu stark nach dem Arm des anderen, denn wir wollten schließlich keinen gemeinsamen Moment verpassen. So viele magische Momente, die für immer gespeichert sind, ganz tief in uns drin und nicht als digitaler Beweis auf meinem Desktop. So, und bevor ich hier noch in Tagträumereien verfalle, gibt’s von mir sieben Sehenswürdigkeiten, die keinen Cent kosten. Wirklich nichts.

Sieben kostenlose Sehenswürdigkeiten Island

Aurora Borealis
Die Polarlichter sind unumstritten eine der Hauptattraktionen des Nordens. Zugegeben, als wir im Frühjahr unsere Reise nach Island buchten, standen diese nicht unbedingt auf unserer to-do Liste. Aber einmal in Island angekommen, möchte man sich die Chance natürlich nicht entgehen lassen. Die Aurora Borealis ist grundsätzlich am Besten im Norden zu sehen, zwischen 23.00 und 02.00 nachts. Wir luden uns also eine App herunter, um den besten Zeitpunkt abzupassen, ließen Akuriery rund 20km hinter uns und eröffneten gegen 23.00 Uhr unser Basiscamp am Wegrand. Ein sternenklarer Himmel bot die besten Voraussetzungen und so fingen die Polarlichter schon nach wenigen Minuten an zu tanzen. Es gehört definitiv eine Portion Glück dazu die Aurora Borealis bereits beim ersten Versuch zu sehen aber dieses einmalige Naturspektakel sollte man sich unter keinen Umständen entgehen lassen.

Hot Pots
Wir entschieden uns gegen einen Besuch der Blue Lagoon (weil zu teuer und touristisch) und machten stattdessen regelmäßig halt an verschiedenen Hot Pots. Das sind geothermale Quellen, die entweder direkt aus dem Erdboden kommen oder deren Wasser in kleinen Becken gesammelt wird. Ihr könnt euch das so vorstellen: Die Hot Pots sind sozusagen die Pubs und Vereinsstätten der Isländer. Dort trifft man sich mit einem kalten Bier und genießt gemeinsam die geothermalen Quellen. Die Hot Pots erstrecken sich über das ganze Land und sind gratis (in manchen Fällen muss allerdings der Farmer um Erlaubnis gebeten werden). Ach ja, Schwimmbekleidung ist Pflicht und eine Dusche vorab auch.

Snaefellsnes Peninsula
Die Snaefellsnes Peninsula ist ein ca. 100km langes Gebiet, das sich im Westen Islands erstreckt. Vorbei an beeindruckendes Klippen, Vulkangebieten, goldenen Stränden und dem Snaefellsjökull Nationalpark. Die Route eignet sich perfekt für einen entspanntes Tagesausflug mit vielen Stops an atemberaubenden Aussichtsplattformen und Wanderwegen. Unbedingt am Berg Kirkjefell halt machen und den wunderschönen Ausblick vom Wasserfall genießen.

Myvatn
Die Region Myvatn befindet sich im Norden Islands, etwa 80 Kilometer östlich von Akureyri. Meterhohe Lavaformationen, brodelnde Schlammlöcher, rötliche Felsen und türkisfarbene Seen bilden hier das Landschaftsbild. Für Myvatn solltet ihr unbedingt einen ganzen Tag einplanen, denn hier gibt es eine Menge zu sehen. Wir holten uns bei der Touristen Information in Akureyri eine geeignete Karte mit allen Straßen und Wanderwegen und waren bestens ausgerüstet. Da einige Vulkankrater und Wanderwege sehr hoch liegen, solltet ihr unbedingt warme Klamotten einpacken. Auf dem Weg nach Myvatn unbedingt beim Wasserfall Godafoss vorbei schauen.

Westfjorde
Vollkommene Isolation und eine große Portion Natur– so lassen sich die Westfjorde mit nur wenigen Worten beschreiben. Wir blieben insgesamt drei Nächte in Isafjördur und unternahmen jeden Tag Ausflüge entlang der Fjorde. Am westlichsten Punkt in Latrabjarg erstrecken sich gewaltige Klippen, welche im Sommer von Islands berühmten Papageitauchern bewohnt werden. Das Landschaftsbild ändert sich an des Westfjorden im Stundentakt – ob weiße Sandstrände, Dünen, schwarze Magmafelder oder atemberaubende Ausblicke aufs Meer – hier gibt’s wirklich alles (außer Menschen). Und mit ein bisschen Glück lässt sich sogar ein Polarfuchs blicken.

Diamond Beach
Der Diamond Beach begegnete uns auf dem letzten Abschnitt der Ring Road. Von der Straße aus kann man ihn kaum verpassen, da er zu den(!) Touristenattraktionen Islands gehört und wirklich eine Reise wert ist. Schon von weitem konnte man die enorme Größe der Eisberge, den Gletscher und die unzähligen Eisdiamten entlang des schwarzen Strandes erahnen. Es lohnt sich, früh aufzustehen, denn auch in Island sind die meisten Touristen faul und erreichen nur selten vor 9am die Hotspots.

Der Klassiker: Golden Circle Tour
Den Golden Circle haben wir uns bis zum Ende aufgehoben. Wir wussten genau, dass es die touristischste Strecken sein wird und waren uns bis zu Letzt nicht sicher, ob wir uns das wirklich antun wollen. Aber es war schließlich Mitte September und das größte war bereits überstanden. Was soll’s, dachten wir uns, und begaben uns am vorletzten Tag nochmals auf die Straße. Auch die Golden Circle Tour ist ein entspannter Tagesausflug (ca. 300 km) und schließt Geysire, Wasserfällt und Krater mit ein. Wer besonders motiviert ist, kann die Tour noch bis nach Vik ausdehnen und diverse Sehenswürdigkeiten entlang der Südküste mitnehmen.

Wenn euch mein Island-Guide gefällt, dann lest doch gleich hier weiter…

P.S. Zu unserem Road Trip, den Unterkünften, Wanderrouten und meiner Packliste werden schon bald weitere Beiträge folgen.

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About Leonie

Leonie Klara gründete den deutschsprachigen Blog All is Pretty 2014. Dieser befasst sich seither mit verschiedenen Themenfeldern rund um Reisen, Mode und Lifestyle.

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